Geboren am 19.März 1972 im irakischen Kurdistan in einem Ort namens Dokan, gelegen an einem kristallklaren See umsegelt von Bergketten.
In den ersten 17 Jahren seines Lebens war Schamal ein wilder junger Kurde. Er bestieg Berge, schwamm in Flüssen und Seen, im Sommer war er ein hervorragender Angler und im Winter ein großartiger Jäger. Schamal war gut ernährt von gesundem Fisch und Fleisch, vielen Früchten und Honig. Außerdem wurde er von hunderten Hornissen gestochen. All das hat ihn auf ein heftiges Schicksal vorbereitet und aufgebaut.
Während des achtjährigen Iran Irak Krieges wurde sein kleines Paradies zu einem Kriegsschauplatz zwischen kurdischen Rebellen und der irakischen und iranischen Armee. Er ging trotz der schwierigen Lage auf die Schule. Er musste mit seinen Eltern mehrere Male flüchten und ein neues Leben beginnen. Das hat ihn zu einem Überlebenskünstler gemacht. Schamal machte verschiedene Arbeiten, auf dem Land, in der Gastronomie, auf dem Bau, als Schreiner und viele andere unbekannte Jobs.
Während des zweiten Golfkriegs beendet er 1993 mit starkem Willen und geleitet durch seine Träume sein Studium an der Kunstakademie Bagdad. Nach dem Studium musste er zur Armee, er weigerte sich und rebellierte gegen die Regierung. Aber er hatte die Hoffnung auf ein friedliches Land verloren, daher nahm er seinen fliegenden Teppich und begann eine Fluchtreise ohne genaues Ziel.
Nach einer langen unbeschreiblichen erlebensvollen Reise landet Schamal am 24.04.1995 in Deutschland. Er beantragte und bekam Asyl. Eineinhalb Jahre lang versucht er sich, in einer neuen Welt, in Aachen, zurechtzufinden. Er besucht eine achtmonatige Sprachschule. Dann zieht er auf Grund besserer Lebensmöglichkeiten nach Stuttgart.
Juli 1997 bis August 1998 arbeitete er als Gerüstbauer, dann machte er eine Ausbildung als Berufskraftfahrer von Dez.1998 bis Dez.1999. Nach der Ausbildung arbeitet er als LKW-Fahrer im Fährenverkehr und transportierte Autos in Europa. Dabei hat er aber ein schlechtes Gewissen, weil er weiß, dass einer der Gründe für den Krieg im Irak Autos sind.
Er versucht schließlich einen neuen Weg zu gehen. Im Wintersemester 2000/2001 beginnt er sein Kunststudium an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart. 2006 beendet er sein Studium nach 12 Semestern erfolgreich.
Während seiner Studienzeit arbeitet er in unterschiedlichsten Bereichen. Er dolmetscht am Gericht, ist als Messebauer tätig und in der Gastronomie angestellt. Er arbeitet als Landschaftsgestalter und als Bühnenbauer am Theater. Außerdem baut und gestaltet er naturnahe und künstlerische Kinderspielplätze.
Schamal schreibt Geschichten, malt Bilder, baut Skulpturen und künstlerische Flugobjekte, die als Friedenvögel über den Irak fliegen sollen, mit der technischen Unterstützung von Ingenieuren.
Schamal ist ein Mensch mit Visionen und vielen Erfahrungen ¬und wünscht seine Kraft gesund in die Gesellschaft einzupflanzen.